Immer am Zahn der Zeit
Zahnarztsammlung Michael Puhar
Made with MAGIX

Materialien

Amalgam

Unter Amalgam versteht man Metallverbindungen mit Quecksilber. Die Verbindung selbst ist teils nur ein Mischen der einzelnen Bestandteile, teils eine chemische Vereinigung. Während des Amalgamierens tritt eine deutliche Temperaturerhöhung der Mischung ein, ein Beweis, dass wirklich eine chemische Vereinigung wenigstens teilweise vorhanden ist. Die Amalgamation kann erleichtert werden, wenn man die einzelnen Bestandteile in möglichst fein verteiltem Zustande zueinander reibt. Fast alle zahnärztlichen Amalgame bestehen aus Silber-Zinn-Quecksilber. Die Amalgame sind Materialien, welche in den 1930er Jahren am meisten gebraucht wurden. Amalgam war damals ein gutes, zuverlässiges und billiges Füllmaterial.

Gold

Gold ist das dehnbarste Metall, 1g kann zu einem ungefähr 2000 Meter langen Draht gezogen werden. Es ist schweissbar und lötbar und es ist luftbeständig, d.h. es wird vom Sauerstoff der Luft nicht oxidiert. Gold ist das einzige Metall, welches die Eigenschaft hat, sich kalt schweissen zu lassen durch Hammerschläge. Nur reines Gold zeigt diese Eigenschaften. Ein damaliger Spruch lautete, Gold sei das beste Material für die besten, leicht kariösen Zähne.

Zemente

Zahnzemente sind Präparate, die aus Pulver und Flüssigkeit zusammengemengt, eine weiche, plastische Masse bilden, die mehr oder minder rasch härtet. Je nach ihrer Zusammensetzung unterscheiden wir Chlorzinkzemente, Zinksulfatzemente und Zinkoxydphosphatzemente.

Silikatzemente

Dr. Ascher, Berlin gebührt Verdienst, als erster ein Silikatzement hergestellt zu haben, welches eine bedeutende Verbesserung und Bereicherung unserer Füllungsmaterialien darstellt. Man verreibt das Pulver sorgfältig mit etwa 52% Orthophosphorsäure, in welches Aluminiumphosphatbis fast zur Sättigung aufgelöst ist. Dann erhält man eine plastische Masse, die in kurzer Zeit erstarrt. Gegenüber den anderen zahnärztlichen Füllungsmassen haben Silikatzemente bedeutende Vorzüge. So die Transparenz, auch sind sie bedeutend widerstandsfähiger gegen chemische Einflüsse und mechanische Abnutzung. Für die Mischung des Pulvers mit der Flüssigkeit darf man keinen Metallspatel benutzen sondern entweder einen Elfenbein- oder einen Achatspatel.

Kautschuk

Kautschuk wird aus dem Milchsaft (Latex) verschiedener tropischer Bäume durch Koagulation gewonnen. Der wichtigste und bekannteste Kautschuk liefernde Baum ist die Hevea brasiliensis. Dieser Baum erreicht einen Höhe von 40 m bei einem Umfang von 3 bis 4 m. Seine grosse Bedeutung im Wirtschaftsleben der ganzen Welt gewann der Kautschuk erst als man fand,(Goodyear 1843), dass er durch Zusatz von Schwefel und Erhitzen seine Klebrigkeit verliert und wertvolle Eigenschaften annimmt.Dieser Prozess der Schwefelannahme wurde als Vulkanisation bezeichnet. In der Zahnheilkunde findet der Hartkautschuk als Material für Plattenprothesen Verwendung, während Weichkautschuk nur für besondere Zwecke gebraucht wird. Der Zahnkautschuk wird in verschiedenen Farbtönen geliefert. Die Vulkanisation wird in einem dickwandigen Kessel aus Kupfer oder Bronze, dem sog. Vulkanisierkessel oder Autoklaven vorgenommen.
Michael Puhar    Dr. med. dent.
Am Zahn der Zeit
Zahnarztsammlung Michael Puhar

Materialien

Amalgam

Unter Amalgam versteht man Metallverbindungen mit Quecksilber. Die Verbindung selbst ist teils nur ein Mischen der einzelnen Bestandteile, teils eine chemische Vereinigung. Während des Amalgamierens tritt eine deutliche Temperaturerhöhung der Mischung ein, ein Beweis, dass wirklich eine chemische Vereinigung wenigstens teilweise vorhanden ist. Die Amalgamation kann erleichtert werden, wenn man die einzelnen Bestandteile in möglichst fein verteiltem Zustande zueinander reibt. Fast alle zahnärztlichen Amalgame bestehen aus Silber-Zinn- Quecksilber. Die Amalgame sind Materialien, welche in den 1930er Jahren am meisten gebraucht wurden. Amalgam war damals ein gutes, zuverlässiges und billiges Füllmaterial.

Gold

Gold ist das dehnbarste Metall, 1g kann zu einem ungefähr 2000 Meter langen Draht gezogen werden. Es ist schweissbar und lötbar und es ist luftbeständig, d.h. es wird vom Sauerstoff der Luft nicht oxidiert. Gold ist das einzige Metall, welches die Eigenschaft hat, sich kalt schweissen zu lassen durch Hammerschläge. Nur reines Gold zeigt diese Eigenschaften. Ein damaliger Spruch lautete, Gold sei das beste Material für die besten, leicht kariösen Zähne.

Zemente

Zahnzemente sind Präparate, die aus Pulver und Flüssigkeit zusammengemengt, eine weiche, plastische Masse bilden, die mehr oder minder rasch härtet. Je nach ihrer Zusammensetzung unterscheiden wir Chlorzinkzemente, Zinksulfatzemente und Zinkoxydphosphatzemente.

Silikatzemente

Dr. Ascher, Berlin gebührt Verdienst, als erster ein Silikatzement hergestellt zu haben, welches eine bedeutende Verbesserung und Bereicherung unserer Füllungsmaterialien darstellt. Man verreibt das Pulver sorgfältig mit etwa 52% Orthophosphorsäure, in welches Aluminiumphosphatbis fast zur Sättigung aufgelöst ist. Dann erhält man eine plastische Masse, die in kurzer Zeit erstarrt. Gegenüber den anderen zahnärztlichen Füllungsmassen haben Silikatzemente bedeutende Vorzüge. So die Transparenz, auch sind sie bedeutend widerstandsfähiger gegen chemische Einflüsse und mechanische Abnutzung. Für die Mischung des Pulvers mit der Flüssigkeit darf man keinen Metallspatel benutzen sondern entweder einen Elfenbein- oder einen Achatspatel.

Kautschuk

Kautschuk wird aus dem Milchsaft (Latex) verschiedener tropischer Bäume durch Koagulation gewonnen. Der wichtigste und bekannteste Kautschuk liefernde Baum ist die Hevea brasiliensis. Dieser Baum erreicht einen Höhe von 40 m bei einem Umfang von 3 bis 4 m. Seine grosse Bedeutung im Wirtschaftsleben der ganzen Welt gewann der Kautschuk erst als man fand,(Goodyear 1843), dass er durch Zusatz von Schwefel und Erhitzen seine Klebrigkeit verliert und wertvolle Eigenschaften annimmt.Dieser Prozess der Schwefelannahme wurde als Vulkanisation bezeichnet. In der Zahnheilkunde findet der Hartkautschuk als Material für Plattenprothesen Verwendung, während Weichkautschuk nur für besondere Zwecke gebraucht wird. Der Zahnkautschuk wird in verschiedenen Farbtönen geliefert. Die Vulkanisation wird in einem dickwandigen Kessel aus Kupfer oder Bronze, dem sog. Vulkanisierkessel oder Autoklaven vorgenommen.