Immer am Zahn der Zeit
Zahnarztsammlung Michael Puhar
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Die

Zahnarzteinheit

Unit

Der Zahnarztstuhl

Michael Puhar    Dr. med. dent.

Die Zahnazrteinheit / Unit

In der Praxis ist der Zahnarztstuhl ein elementarer Bestandteil. Er muss sehr stabil sein, bequem sowohl für den Patienten, als auch für den Zahnarzt. In den 1930er Jahren befand sich der Stuhl auf einer massiven Stahplatte. Diese war am Boden fixiert. Im Mittelteil des Stuhles war eine hydraulische Pumpe, welche durch das Fusspedal aufgepumpt werden konnte. Die Rückenlehne des Stuhles war nach hinten kippbar. Auch das Rückenkissen konnte man an den Patienten anpassen. Die Kopfstütze war flexibel an den Kopf des Patienten anpassbar und mit einem Hebel fixiert. Der Ritterstuhl war damals der modernste und komfortabelste Stuhl.Man konnte mit dem Stuhl sämtliche Haltungen einstellen, um so die ideale Position für den Patienten und auch für den Arbeitsvorgang des Zahnarztes zu erreichen
Auf diesem Stuhl wurden auch die zahnärztlich-chirurgischen Arbeiten in Vollnarkose durchgeführt. Der Patient wurde mit Gurten fixiert.
In den 1920-30er Jahren hielt eine revolutionäre Erneuerung in der Zahnarztpraxis Einzug. Neben dem Stuhl war dies die Unit (Einheit). Neu an der Unit war, dass sämtliche Apparate und Instrumente sowie die Beleuchtung in einer Säule angebracht waren. Zur Unit führten folgende Leitungen: elektrische Stromleitung, Wasserzufuhr, Wasserabfluss, Luftzufuhr aus dem Kompressor und die Gasleitung. Nun zur Beleuchtung des Raumes.Die Unit hatte einen Leuchter mit vier Kristalllampenschirmen. Der Leuchter war in der Höhe, sowie in der Rotation in alle Richtungen beweglich. In der Mitte des Leuchters befand sich ein Schalter, an welchem man die Lichtintensität regulieren konnte, und auch alle vier Lampen konnte man separat bedienen. Des weiteren gab es eine kleine Operationslampe, welche ebenso in alle Richtungen beweglich war und an der Unitsäule regelte man die Lichtstärke. An der Säule befand sich auch der Elektromotor mit dem Doriotgestänge, ebenfalls voll beweglich. Bedient wurde der Motor durch den Fusspedalanlasser. Das Tischlein war eine runde Porzellankristallplatte mit wellenförmigem Rand zur Ablage der Instrumente und Medikamente. An diesem Tischlein war ein Gasbrenner fixiert, um den Handspiegel zu erwärmen, damit dieser im warmen Mund nicht beschlagen konnte. Sowie um die thermoverformbaren Materialien (Guttapercha, Wachse und Kerr-Abdruckmasse) zu bearbeiten. Das Tischlein konnte man in alle Richtungen drehen, nur nicht in der Höhe verstellen. An der Säule war zusätzlich eine Speifontäne fixiert. Sie hatte eine runde Porzellanschüssel mit einer Wasserdüse, welche die Schüssel durch den Wasserfluss sauber hielt. Wichtig ist auch der Speichelzieher. Er funktionierte mit dem Vakuumprinzip des Wasserstrahls (Wasserstrahlpumpe) und brauchte sehr viel Wasser.
Sämtliche Regulationsschalter befanden sich sichtbar in der Mitte der Säule. Folgende Instrumente waren an flexiblen und in der Unit versenkbaren Kabeln angebracht. An der Luft- und Wasserspritze konnte man die Temperatur regulieren. Zudem gab es einen Universalansatz für die elektrischen Instrumente wie z.B. die Thermokauters und den beleuchteten Spiegel, und auch für die chirurgischen Instrumente. Ein separater Ansatz mit Luft, an welchen man den Sprühbehälter fixieren konnte, und mit welchem die Medikamente in der Mundhöhle versprüht wurden. Auch hier konnte man die Temperatur regulieren.
Am Zahn der Zeit
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Zahnarzteinheit

Unit

Der Zahnarztstuhl